Der neue Name

22. Mai 2009

      

Im Westen haben wir von Geburt an unveränderliche Namen. In anderen Kulturen ist es nicht immer so. Indianer, zum Beispiel, nahmen manchmal neue Namen nach wichtigen Ereignissen an. Einige chinesische Eltern gaben ihren Kindern erst feste Namen, als diese Kinder drei Jahre alt waren.

Die meisten städtischen Chinesen haben englische Namen. Sie wählen diese Namen in den Englischunterrichten in der Schule, aber dann verwenden sie die Namen z.B. in der Geschäftskorrespondenz mit Amerikanern.

Der moderne westliche Mensch hat aber auch einen Namen, den er für sich selbst wählt. Das ist der Webname. Wenn man auch nur ein Bisschen berühmt wird durch sein Blog oder in einer sozialen Seite, wird der Benutzername so gut wie der Name. Manchmal wird man sogar mit dem Webnamen angeredet. (Mir ist das noch nicht passiert.)

Mein siebenjähriger Sohn hat schon einen Webnamen, den er selbst erfunden hat. Ich habe gehört, wie ihn ein Freund mit diesem Namen anredete. Das ist ein Kind des XXI. Jahrhunderts!

Gerechtigkeit und Macht

12. Mai 2009

      

Die Lösung von Konflikten zwischen Kindern finde ich dem Gesetz und dem Gerichtssystem ähnlich:

  • Dem Eltern ist die Gerechtigkeit im Kleinen nicht wichtig, aber man muss für sie trotzdem sorgen damit
    • die Kinder nicht “das Gesetz in ihre eigenen Hände nehmen”
    • die Kinder sich nicht vernachlässigt fühlen
    • die Autorität nicht zu verlieren
  • Wenn nur ein Kind ein Spielzeug hat, dann ist es nach der Kinder Meinung gerecht, dass es überhaupt keiner hat.
  • In den meisten Streits kann man gar nicht feststellen, wer Schuld hat. Aber man muss es, auch der Autorität wegen.
  • In vielen Fällen gibt es gar keine gerechtige Entscheidung. Aber die Kinder verlangen sie trotzdem.
  • Für den Eltern ist es natürlich, dass jedes Alter seine Privilegien habe. Die Kinder halten es aber für ungerecht.

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